Donnerstag, 21. Juli 2011

Das Paket

Eine kleine Story von mir. Ich will nicht zu viel verraten, nur so viel: es geht um Fotografie.


Das Paket

Das Abenteuer beginnt beim Abschicken der Bestellung, wenn da steht in zwei Tagen wird ihre Sendung zugestellt. Die Vorfreude kribbelt in den Fingerspitzen. Am Tag der Ankunft bevor das Päckchen kommt beginnt diese Vorfreude und fast weihnachtliche Stimmung an überhand zu nehmen. Wenn das Päckchen dann ankommt möchte man fast Luftsprünge machen und durch das Zimmer tanzen. Das Auspacken ist ein zeremonialer Prozess der mit aller Sorgfalt durchgeführt wird. Wenn man dann das eigentliche Packet in den Händen hält, kann man es fast nicht glauben – es ist die erste digitale Spiegelreflexkamera, ein wunderbares, hochentwickeltes Gerät der modernen Technik. Wenn alles sorgfältig ausgepackt ist kommt der lästige Teil, die Bedienungsanleitung. Zum Glück wissen das auch die Hersteller und sie legen eine Erste-Schritte-Anleitung bei. Danach müssen erst mal die Batterien aufgeladen werden. Sobald diese an der Steckdose hängen wird die Mechanik der Kamera bewundert. Die wundervoll ausgearbeitete Form der Kamera und die an das schicke Design angepassten Knöpfe, Drehräder und Tasten. Als nächstes wird das Objektiv bewundert und die ersten Versuche es aufzusetzen werden unternommen. Ein erster Blick wird durch den Sucher geworfen. Die Batterien lassen jedoch auf sich warten. Während die Aufregung noch weiter steigt wendet man sich lustlos und mit halber Kraft anderen Aktivitäten zu. Die Ladestation bleibt immer im Blick.

Und plötzlich, die Batterie ist geladen. Intuitiv wird zur Ladestation gestürmt und sich auf die Batterie gestürzt. „Ach, Mist wo ist das Batteriefach jetzt wieder“. Und wieder greift man zur Bedienungsanleitung. Danach wird eine Speicherkarte eingesetzt. Dann kann es losgehen. Nur, was macht man jetzt? Man schießt ein paar Fotos von der Umgebung alles was gerade da ist. Man sagt sich, dass es zum eingewöhnen sei. Sieht darin doch irgendwie nicht wirklich einen Sinn.
Die erste Frustration. Man legt die Kamera beiseite und wendet sich erst einmal anderen Dingen zu, die einem in dem Moment wichtiger erscheinen. Jedoch wandern die Gedanken und auch der Blick immer wieder zurück zur Kamera. Man fragt sich, ob man nicht etwas sinnvolles damit machen könnte. Dann hält man es nicht mehr aus.
Man greift zu der Kamera. Nun geht man den Anfang der Bedienungsanleitung zu lesen und weitere sinnlose Fotos zu schießen. Man probiert verschiedene Einstellungen aus und studiert die Möglichkeiten die die Kamera einem bietet. Und, so langsam begreift man den Zauber dieser besonderen Kamera. Dieses mechanische, flotte Klicken bei der Aufnahme eines Bildes. Das kurze Verschwinden des Bildes von der Ansichtsfläche des Suchers. Es ist wie Magie. Es reißt dich mit in die Zauberwelt der Bildpunkte. Unwillkürlich wird man süchtig nach den unendlichen Möglichkeiten und der rasanten Welt der Farben und des Lichts. Es ist der Zauber dieser einen Kamera. Einem Gerät, das an Grazié, Anmut und Begeisterungszauber nicht zu wenig hat.
Fotografie ist die Magie des Lichts, die durch eine Kamera festgehalten wird.

(C) Copyright by Sarah Engel

1 Kommentar:

  1. Sehr schöner Artikel, der mich zu dem Tag gebeamt hat, als ich meine Cam ganz zitterig ausgepackt habe und die ersten Versuche gestartet habe. :-)

    Gruss
    K.

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